Gefährdung der Wein- und Obstanbaubetriebe durch die Kirschessigfliege

05. März 2015 | Landwirtschaft und Ernährung

Unterfränkische SPD-Landtagsabgeordnete wollen Winzer unterstützen

Um die Arbeit und Existenz der Wein- und Obstanbaubetriebe in Unterfranken auch für die Zukunft zu sichern und damit viele Arbeits- und Ausbildungsplätze in den landwirtschaftlichen Familienunternehmen, fordern die unterfränkischen SPD- Landtagsabgeordneten Martina Fehlner (Aschaffenburg), Kathi Petersen (Schweinfurt), Volkmar Halbleib (Ochsenfurt) und Georg Rosenthal (Würzburg) gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen des Arbeitskreises Landwirtschaft die Unterstützung der Betriebe bei der Bekämpfung der Kirschessigfliege durch die Bayerische Landesregierung. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt eingebracht. Die Abgeordneten fordern die Landesregierung darin auf, konkrete Maßnahmen zu benennen, wie den betroffenen Betrieben bei der Bewältigung des Problems geholfen werden kann. Außerdem soll darüber Auskunft erteilt werden, weshalb die Bayerische Staatsregierung bis jetzt nicht der für den Weinbau installierten, länderübergreifenden Beratungsinitiative gemeinsam mit den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beigetreten ist. „Viele Winzer und Obstanbaubetriebe mussten in den letzten Jahren durch den Befall ihrer Weinberge und Plantagen durch die Kirschessigfliege finanzielle Schäden hinnehmen. Hier muss schnellstmöglich gehandelt werden. Für die kommenden Jahre sind Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen dringend notwendig “, so Martina Fehlner, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Die Kirschessigfliege stammt ursprünglich aus Japan und verbreitete sich über die vergangenen Jahrzehnte zunächst im asiatischen Raum, bevor sie vor wenigen Jahren auch in Europa und in Deutschland entdeckt wurde. Die Fliege befällt vorzugsweise rote süße Früchte, meist Kirschen, Trauben, Pflaumen und Beeren und macht diese ungenießbar. Als Lebensraum bevorzugt sie insbesondere wärmere Regionen. Durch die vergangenen milden Winter und die zeitweise tropischen Sommertage erwies sich auch das fränkische Weinland als neues potentielles Einzugsgebiet der Kirschessigfliege. Die fränkischen Winzer warnen vor der Gefahr der schnellen Vermehrung und befürchten langfristige Ernteausfälle, besonders bei den weltweit beliebten und geschätzten fränkischen Rotweinen. Sechs Prozent der deutschen Rebfläche befinden sich in Bayern und damit in Franken. Pro Jahr wird hier eine Menge von etwa 60 Millionen Flaschen abgefüllt sowie ein Gesamtumsatz von bis zu 240 Millionen Euro erzielt. Martina Fehlner: „Um den fränkischen Wein hat sich mittlerweile ein enormes wirtschaftliches Potenzial zur Wertschöpfung im ländlichen Raum entwickelt, beispielsweise der Tourismus in Weinfranken mit einem Umsatz von mittlerweile 3,2 Mrd €. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit der Unterstützung des fränkischen Weinbaus in dieser Thematik, um diese Wertschöpfung und die vom Weinbau abhängigen Arbeitsplätze auf Dauer zu sichern.“

  • 25.09.2016, 11:00 Uhr
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