Kommt Lärmschutz für Kürnach erst am Sankt Nimmerleinstag?

23. Oktober 2015 | Verkehrspolitik

MdL Halbleib fordert Bau mit der Erneuerung der Talbrücke 2017

Wenn, beginnend ab 2017, die Talbrücke an der A 7 bei Kürnach erneuert wird, soll der Lärmschutz nicht gleich mit eingebaut werden, eine Lärmschutzwand soll nur nachgerüstet werden können. Dies ist einer Mitteilung des Bayerischen Innenministeriums an die Gemeinde Kürnach zu entnehmen. Volkmar Halbleib, SPD- Stimmkreisabgeordneter im Landkreis Würzburg, zeigt sich darüber sehr verwundert.

„Für die betroffenen Bürger und für mich als örtlichen Abgeordneten ist es nicht nachvollziehbar, warum – unbeschadet der Fragen einer rechtlichen Verpflichtung – der Lärmschutz nicht gleich beim Bau der Talbrücke mit eingebaut wird“, so Halbleib.

Auch die Kürnacher SPD ist erstaunt über dieses Ansinnen. Für Otto Rüger, Vorsitzender der Kürnacher SPD und Gemeinderat, ist dieses in keiner Weise nachvollziehbar. Er beschreibt die sich seit Jahren verschlechternde Situation: „Seit vielen Jahren beklage sich die Kürnacher Bevölkerung massiv über den Lärm, der in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten seit dem Bau der Brücke erheblich zugenommen hat. Formal mag hier der Aspekt des Bestandsschutzes eine Rolle spielen, faktisch hat sich jedoch die Situation nicht nur quantitativ erheblich verschlechtert.“

Und Rüger weiter: „Warum müssen die Bürger von Kürnach weiter erst Jahre dem Lärm ausgesetzt werden, bevor dann nachträglich am Sankt Nimmerleinstag Lärmschutzwände eingebaut werden?“ MdL Halbleib kritisiert zudem, dass die Kosten bei einem nachträglichen Bau der Lärmschutzwände sicher höher sein werden, als wenn dies gleich erfolgen würde. Er fordert, „dass das, was an Lärmschutz notwendig und geboten ist, zwingend mit der Brückenerneuerung vorgenommen werden muss.“

Der Ausbau der BAB 7 im Streckenabschnitt zwischen dem Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck und dem Autobahndreieck Biebelried ist für den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 wieder angemeldet und mittlerweile in der höchsten Kategorie „häufige, kapazitätsabhängige Stauwahrscheinlichkeit“ eingestuft. MdL Volkmar Halbleib begrüßt die erneute Anmeldung und diese Einstufung.

Wegen des Vorhabens den Lärmschutz erst nachträglich einzubauen hat er sich nun mit Schreiben an Verkehrsminister Dobrindt, an Staatssekretärin Bär, an Innenminister Herrmann und Staatsekretär Eck gewandt. Darin bittet er darum, gemeinsam mit der Autobahndirektion, darauf hin zu wirken, dass die Lärmschutzwände bei der Erneuerung der Talbrücke sofort mit eingebaut werden.

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