Schlagloch-Alarm in den Landkreisen Würzburg und Kitzingen: 155,7 Kilometer Staatsstraßen sind grundlegend sanierungsbedürftig

26. Februar 2016 | Verkehrspolitik

Der SPD Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib fordert mehr Investitionen in Infrastruktur

80,4 Kilometer der insgesamt 191,7 Kilometer Staatsstraßen im Landkreis Würzburg sind in schlechtem Zustand. Damit sind für 41,9% des Staatsstraßennetzes im Landkreis grundlegende Sanierungen erforderlich. Im andkreis Kitzingen sind 75,3 Kilometer der insgesamt 204,6 Kilometer Staatsstraßen betroffen. Dort sind es 36,8% des Staatsstraßennetzes. Das hat eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion an die Staatsregierung ergeben. Der SPD Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib spricht von versteckter Staatsverschuldung und appelliert an die Staatsregierung, die Investitionen in die Instandhaltung zu erhöhen: „Es kann nicht sein, dass hier auf Kosten der Sicherheit der Autofahrer gespart und die Staatsverschuldung weiter verschleppt wird. Die Kosten bürdet die CSU-Regierung künftigen Generationen auf und brüstet sich gleichzeitig mit einem angeblich ‚ausgeglichenen‘ Haushalt.“ Der durchschnittliche Kostenaufwand für die Sanierung von einem Kilometer Staatsstraße liegt bei 150.000 Euro. „Das Geld der Straßenbauverwaltung reicht hinten und vorne nicht. Das heißt: es wird sich auf Jahre hinweg am schlechten Zustand der Staatsstraßen nichts ändern, wenn nicht bald die Staatsregierung ihre Verantwortung wahrnimmt“, erklärte der Abgeordnete.

Die benötigten Kosten, um die 80,4 Kilometer Staatstraße im Landkreis Würzburg zu sanieren, belaufen sich nach Darstellungen des Innenministeriums auf 12,1 Millionen Euro, veranschlagt sind allerdings lediglich 100.000 Euro – nicht einmal ein Prozent. Im Landkreis Kitzingen betragen die Kosten für die 75,3 Kilometer Staatstraße 11,3 Millionen Euro. Hier sind nur 400.000 Euro veranschlagt. Laut Volkmar Halbleib „ein aberwitzig niedriger Betrag im Verhältnis zu den tatsächlich erforderlichen Summen“.

Bayernweit sind 4894 Kilometer Staatsstraßen marode. Das entspricht 36 Prozent des gesamten Staatsstraßennetzes im Freistaat. Der Nachholbedarf für die Erhaltung der Fahrbahnen liege bayernweit bei 734 Millionen Euro, teilte das Innenministerium der SPD-Fraktion mit. Brücken und andere Ingenieurbauwerke sind dabei nicht berücksichtigt. Die Staatsregierung sieht aber für Ausbau und Instandhaltung von Staatsstraßen pro Jahr nur 250 Millionen Euro vor.

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