Sorge um ländliche Lebensmittelläden

21. Oktober 2014

MdL Halbleib und MdL Rosenthal: Staatsregierung soll Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung von ländlichen Lebensmittelgeschäften im Heimatministerium bündeln

Wie die SPD-Landtagsfraktion mit einer Anfrage an die Staatsregierung herausfand, hat in den letzten zehn Jahren das Sterben der Supermärkte und Lebensmittelläden in ganz Bayern deutlich zugenommen. Waren im Jahr 2005 in ganz Unterfranken noch 723 solcher Läden vorhanden, so sind es heute nur noch 617. Dies entspricht einem Rückgang von 14,66%, gaben MdL Volkmar Halbleib, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, und MdL Georg Rosenthal, Sprecher der unterfränkischen SPD-Landtagsab-geordneten, gemeinsam in einer Pressemitteilung bekannt.

Hiervon sind auch die Regionen Würzburg, Main-Spessart sowie Kitzingen betroffen: Im Jahr 2005 hatte es in Stadt und Landkreis Würzburg 123, im Main-Spessart 90 und in Kitzingen 61 Lebensmittelläden gegeben, 2014 sind es lediglich noch 119 für Stadt und Landkreis Würzburg (-3,3 %), 70 für den Main-Spessart (-22,2 %) und 42 für Kitzingen (-31,2 %), wie die beiden SPD-Landtagsabgeordneten berichteten.

MdL Halbleib fordert nun mehr Einsatz von Seiten der Staatsregierung, um diesem negativen Trend entgegenzuwirken: „Es kann nicht sein, dass Fördermittel, Expertise und Beratung in diesem Bereich auf vier verschiedene Ministerien sowie diverse Behörden und Ämter aufgeteilt sind. All das sollte unter dem Dach des neuen Heimatministeriums gebündelt werden“. Vor allem in strukturschwachen Regionen wird die Nahversorgung mittelfristig in weiten Teilen des Freistaats regelrecht wegbrechen“, befürchtet der Abgeordnete für den Landkreis Würzburg und Kitzingen. „Wenn immer mehr Märkte schließen, wird die Versorgung mit Lebensmitteln vor allem für ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen zu einem gesundheitsgefährdenden Problem“, sorgt sich MdL Georg Rosenthal, zuständig für die Stadt Würzburg sowie die Region Main-Spessart. Lebensmittelgeschäfte haben auch eine soziale Komponente unterstreicht MdL Rosenthal. „Es sind Orte, an denen man andere Menschen trifft und miteinander ins Gespräch kommt. Deshalb ist es auch eine politische Aufgabe, für den Erhalt solcher Treffpunkte zu sorgen. Fällt das weg, so ist das besonders für die älteren Bürgerinnen und Bürger eine dramatische Entwicklung.“

In diesem Zusammenhang sind vor allem Dorf- und Stadtteilläden als Alternativen denkbar. Aber auch die Verbraucher entscheiden durch bewusstes Einkaufen mit, ob die Existenz wohnortnaher Lebensmittelgeschäfte gesichert werden kann.

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