Unterrichtung von Asylbewerbern

31. März 2015 | Integration und Migration

Weitere Berufsschulklassen erforderlich

Kleinlangheim - Vor dem Empfang für Aktive in der Flüchtlingsarbeit in Winterhausen, zu dem die SPD-Landtagsfraktion eingeladen hatte, besuchten Angelika Weikert, die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, und Volkmar Halbleib, Stimmkreisabgeordneter für den Landkreis Würzburg und Betreuungsabgeordneter für den Landkreis Kitzingen, die Asylbewerberunterkunft in Kleinlangheim. Ziel war es, sich über die Situation vor Ort zu informieren und vor allem zu hören, wo die haupt- und die ehrenamtlichen Helfer der Schuh drückt.

Im Beisein von stellvertretendem Landrat Robert Finster, Kreisrätin Astrid Glos, Bürgermeisterin Gerlinde Stier und Vertretern der ehrenamtlichen Helfer und der Caritas Kitzingen, die die Einrichtung betreut, wurde intensiv diskutiert, weitaus länger, als ursprünglich geplant. Es zeigte sich, dass die Themenpalette bei der Betreuung von Asylsuchenden sehr groß ist. Helmut Römpp vom Caritasverband war deshalb auch der festen Überzeugung, dass es hilfreich ist, wenn alle Beteiligten – Regierung von Unterfranken, Landratsamt, die Bürgermeister und die Asylhelfer – sich regelmäßig treffen, um sich abzustimmen, da die Frage der Verantwortlichkeiten bzw. Zuständigkeiten oftmals ein Problem sei. „Auch die regelmäßigen Treffen der Helferkreise im Landratsamt alle zwei Monate seien wichtig, um sich auszutauschen“, so Römpp. Er stellte auch die Frage, „was macht man mit anerkannten Asylbewerbern, wenn sie die Unterkunft verlassen?“

Generell, und nicht nur bezogen auf Kleinlangheim, wurde im Gespräch gefordert, dass Asylsozialarbeit durch zusätzliche festangestellte Sozialpädagogen dringend nötig ist, da die ehrenamtlichen Helfer hier überfordert sind. Manche der Asylbewerber, vor allem Jugendliche, sind nach einem langen und abenteuerlichen Fluchtweg traumatisiert und bedürfen professioneller Hilfe. Die Helfer in Kleinlangheim bemängelten, dass es insgesamt zu wenige Plätze für Deutsch-Unterricht gibt. Dazu bräuchte es mehr Plätze in Übergangsklassen. Gerade der Spracherwerb sei besonders wichtig, wenn die Asylbewerber die Berufsschule besuchen wollen. Aktuell gibt es an der Berufsschule eine Klasse, im nächsten Jahr werden es zwei Klassen sein. Helmut Römpp von der Caritas äußerte, dass es gar einer dritten Klasse bedürfte, in der ältere Schüler unterrichtet werden.

Kreisrätin Astrid Glos sprach das Thema der Kostenübernahme von ehrenamtlichen Helfern an. Dass die Helfer ehrenamtlich tätig sind und für ihre Zeit, die sie aufbringen, keine Vergütung haben möchten, sei klar, Ehrenamt ist Ehrenamt. Allerdings kann nicht verlangt werden, dass sie Spritkosten, Kopierkosten und weitere Kosten, die im Rahmen ihrer Arbeit anfallen, selbst tragen. Hier bedürfte es der Schaffung von Budgets, aus denen solche Kosten übernommen werden. „Die Ehrenamtlichen sollen nicht um ihr KM-Geld betteln müssen“, so Glos.

Am Ende dieses allgemeinen runden Tisches war allen Teilnehmern klar, wie facettenreich das Thema Asyl ist. Volkmar Halbleib und Angelika Weikert nahmen viele Anliegen mit und versprachen, sich zu kümmern. Sie bedankten sich bei den haupt- und ehrenamtlichen Helfern für ihr überaus großes Engagement.

Bild von links: Stellv. Landrat Robert Finster, Kreisrätin Astrid Glos, MdL Volkmar Halbleib, MdL Angelika Weikert

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