Knapp 100.000 Unterfranken erhielten schriftliche Impfinformationen – 4.900 Impftermine vereinbart

29. Januar 2021

96.122 Personen wurden von den Impfzentren in Unterfranken bisher schriftlich über die Möglichkeiten der Vergabe eines Impftermins informiert (Stand 26.01.2021). 4.909 Menschen in Unterfranken wurde Anfang der Woche von den Behörden ein Impftermin unterbreitet. (Stand 25.01.2021). Dies hat das bayerische Gesundheitsministerium auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion auf Initiative des Würzburger Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib mitgeteilt.

Den höchsten Wert weist dabei der Landkreis Kitzingen aus, wo 6.291 Menschen kontaktiert wurden und insgesamt 695 Personen bereits einen Termin vereinbart haben. Im Landkreis Rhön-Grabfeld wurden erst 90 Impftermine vergeben und 5500 Menschen schriftlich informiert. Im Landkreis und der Stadt Würzburg kamen auf 20.863 Kontaktaufnahmen 1743 vergebene Impftermine. Für drei unterfränkische Impfzentren (Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Miltenberg, Stadt und Landkreis Schweinfurt) meldete das Gesundheitsministerium noch keinen vergebenen Impftermin.

Bei den Zahlen gebe es große Unterschiede und damit viel „Luft nach oben“. Allerdings sei das derzeitige Hauptproblem der fehlende Impfstoff. „Da ist jetzt Gesundheitsminister Spahn gefordert, er muss im wahrsten Sinne des Wortes liefern“. Der mainfränkische SPD-Landtagsabgeordnete sprach sich auch für einen Impfgipfel von Bund und Ländern aus, um einen klaren und transparenten Impfstoffplan für die kommenden Monate zu erarbeiten.

Für wichtig hält Halbleib auch eine umfassende Informationskampagne, um möglichst viele Menschen zur Impfung zu motivieren. Diese solle sich nicht nur auf Werbebotschaften zu beschränkt werden, sondern verständlich aufbereitete Informationen in einer angemessenen Art und Weise zur Funktionsweise und den Risiken der Impfung vermitteln. Für den Abgeordneten gehört dazu auch, dass die Vorabinformationen in mehreren Sprachen sowie auch in leichter Sprache verfügbar sind und dass das Impfen selbst mit möglichst wenig Barrieren verbunden ist.

Anfrage + Antwort des Gesundheitsministeriums (PDF, 104 kB)

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