Natascha Kohnen bei der Ochsenfurter Kauzen-Bräu: Nachhaltige und regionale Produktion in Mainfranken

Natascha Kohnen mit Jacob Pritzl und Volkmar Halbleib im Hopfenfeld

10. August 2018

Den Werbespruch werde sie nie mehr vergessen, sagte Natascha Kohnen, SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Bayern, am Ende ihres Besuches bei der Kauzen-Bräu in Ochsenfurt. „Ein Käuzle unters Schnäuzle“, das hatte sich die Landes- und stellvertretende Bundesvorsitzende des SPD Spitzenkandidatin eingeprägt: „Der weltbeste Werbespruch“ postete sie anschließend auf ihrem Facebook-Account. Begeistert zeigte sich der Gast auch über das kleine Hopfenfeld neben der Brauerei. Die gemeinsame, öffentliche Hopfenernte Anfang September ist ein beliebter Festtag in Ochsenfurt.

Eingeladen in die Ochsenfurter Brauerei hatte sie zu ihrem ersten offiziellen Besuch in Ochsenfurt der örtliche Landtagskollege Volkmar Halbleib, für den natürlich auch etwas Regionalstolz dabei ist: „Ich freue mich, dass sie gerade in meine Heimatstadt Ochsenfurt kommt, um sich über die Brauereiwirtschaft zu informieren, weil wir neben dem Frankenwein eben auch froh sind über zwei erfolgreiche heimische Brauereien.“

Vielfalt bayerischer Wirtschaft

In der Brauerei informierte sich die Politikerin beim Rundgang mit Geschäftsführer Karl-Heinz Pritzl und Juniorchef Jacob Pritzl ausführlich über die Brautechnik sowie die Herausforderungen, die sich einer kleinen mittelständischen Brauerei mit 33 Mitarbeitern stellen – und legte auch hier und da auch selbst mit Hand an. Eingang finden wird all das in einen Film über die Vielfalt der bayerischen Wirtschaft.

Ausführliche Fachgespräche führten Halbleib und die studierte Biologin Kohnen mit Braumeister Otto Resch. Die Kauzen-Bräu, erfuhren die beiden Abgeordneten braut nicht nur vielfältige Biere, sondern nutzt die hauseigene Quelle 40 Meter unter der Brauerei auch zur Produktion und zum Abfüllen von Tafelwasser sowie einer ganzen Produktpalette verschiedenster alkoholfreier Erfrischungsgetränken.

Schutz der eigenen Quelle

Besuch bei der Ochsenfurter Kauzen Bräu
Besuch bei der Ochsenfurter Kauzen Bräu und Eintrag ins Goldene Buch

Abgefüllt wird in der Uffenheimer Straße in Ochsenfurt ausschließlich in Pfandflaschen aus Glas sowie Pfandfässer. Nachhaltigen Eindruck hinterließ bei Kohnen und Halbleib die Begegnung mit Xenia Kühne aus Ochsenfurt-Tückelhausen. Mit ihr macht erstmals in den 209 Betriebsjahren seit Gründung der Brauerei eine junge Frau die Ausbildung zum Brauer und Mälzer. Firmenchef Pritzl zeigt sich zuversichtlich angesichts der „hohen Motivation“ der Auszubildenden: „Die schafft das!“

Der Schutz der eigenen Quelle ist für die Brauerei von zentrale Bedeutung. Das wurde beim abschließenden Gespräch mit Medienvertretern deutlich. Deswegen sehen die Brauerei-Verantwortlichen auch die Überlegungen zur Reaktivierung der Reststoffdeponie Hopferstadt sehr kritisch. Der Schutz des Ochsenfurter Trinkwassers sowie der Brauerei-Quellen, bestätigte Abgeordneter Halbleib, müsse höchste Priorität haben.