Volkmar Halbleib: Kommunale Selbstverantwortung und Demokratiebewusstsein stärken

Beim Regionalempfang in Sommerhausen

31. August 2018

Engagierte Menschen halten die Gesellschaft zusammen, machen für alle das Leben leichter und bringen die Region voran. Dabei mache es keinen großen Unterschied, ob sich jemand im Beruf oder im Ehrenamt einsetze. Seiner Erfahrung nach engagierten sich ohnehin die allermeisten ehrenamtlich Tätigen auch im Beruf besonders und umgekehrt, so die Einschätzung von Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib (SPD) beim SPD-Regionalempfang für Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sommerhausen.

Gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher hatte Halbleib ins rund 400 Jahre alte Pastoriushaus des Weinbaupräsidenten Artur Steinmann eingeladen. Gut 70 Engagierte in Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik waren der Einladung zu Begegnung und Austausch gefolgt, darunter der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, die stellvertretenden Landrätinnen Christine Haupt-Kreutzer (SPD) und Karin Heußner (Bündnis 90/die Grünen), die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Eva-Maria Linsenbreder (SPD), die fränkische Weinkönigin Klara Zehnder, der Geschäftsführer des Kommunalunternehmens des Landkreises Alexander Schraml sowie zahlreiche Bürgermeister.

30 Kilometer geradelt

Der Empfang stand am Ende eines langen Tages: Die beiden SPD-Politiker waren zuvor gut 30 Kilometer von Iphofen bis Sommerhausen durch die Landkreise Kitzingen und Würzburg geradelt, um sich jeweils vor Ort über Projekte, Herausforderungen und Problemstellungen zu informieren und daraus resultierend konkrete Arbeitsaufträge mit nach München zu nehmen. Seit Jahren pflegt Markus Rinderspacher diese Tradition der sogenannten „Roten Radler“, zum wiederholten Mal war er gemeinsam mit Volkmar Halbleib im Landkreis Würzburg unterwegs. Wichtigste Erkenntnis sei, dass sich der Freistaat Bayern wieder stärker auf das Prinzip der Subsidiarität besinnen müsse. Also wegkommen von Hoheitsdenken und Bittstellertum der Kommunalverantwortlichen hin zu selbstbestimmter Verantwortung, und mehr Entscheidungsfreiheit vor Ort. Unabdingbare Voraussetzung hierfür sei eine bessere kommunale Finanzausstattung durch eine deutliche Erhöhung der Schlüsselzuweisungen.

Was die Gesellschaft stärkt

Wie wichtig freiwilliges Engagement gerade angesichts mancher derzeitiger gesellschaftlichen Tendenzen sei, auch darauf wiesen Halbleib, Rinderspacher, Rützel und Linsenbreder hin. Jedes noch so kleine Engagement für andere schütze vor Extremismus und mache den Einzelnen und die Gesellschaft stärker.