Mit Kinderbetreuung Eltern und ländlichen Raum stärken

Die Verbesserung der Schulkindbetreuung in Erbshausen stand im Mittelpunkt des Gesprächsaus (von links) Volkmar Halbleib, Melanie Ganz und Manuela Tabor sowie Bernd Schraud.

08. Oktober 2018

Abgeordneter Volkmar Halbleib setzt sich für Schulanbau in Erbshausen ein.

HAUSEN Für die Verbesserung der Schulkindbetreuung in Erbshausen setzt sich der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib (SPD) ein. Halbleib unterstützt damit eine Elterninitiative in dem Hausener Ortsteil, die sich für die Einrichtung einer Nachmittagsbetreuung an der Grundschule einsetzt. Bei einem Termin im Hausener Rathaus erläuterten die Sprecherinnen Melanie Ganz und Manuela Tabor dem SPD-Politiker sowie Bürgermeister Bernd Schraud ihre Forderung, für die Schulkindbetreuung einen Anbau ans bestehende Schulgebäude zu errichten.

Derzeit hätten leider nur die Schüler der ersten und zweiten Klassen die Möglichkeit, die Nachmittagsbetreuung im örtlichen Kindergarten zu nutzen, Platz für die Schüler der 3. und 4. Klassen gebe es dort nicht. Auch die Rahmenbedingungen seien dort alles andere als optimal, berichten Ganz und Tabor. Denn die Schulkinder hätten keinen abgetrennten Raum für die Erledigung der Hausaufgaben.

Fahrwege nicht akzeptabel

Hauptproblem: Die Dritt- und Viertklässer müssten extra für die Mittagsbetreuung nach der Schule nach an den Schulstandort Bergtheim gefahren werden. Für die Eltern ist nicht akzeptabel, Grundschüler, die am Ort zur Schule gehen, für die Nachmittagsbetreuung kilometerweit weg zu fahren. Außerdem werden die Plätze in Bergtheim bereits in absehbarer Zeit durch Zuzüge und Neubaugebiete nicht mehr ausreichen.

Halbleib will sich nun dafür einsetzen, umfassende Nachmittagsbetreuung an beiden Standorten des Schulverbandes einzurichten. „Gerade im Hinblick auf die immer wieder geforderte Stärkung des ländlichen Raums wie auch der Eltern, halte ich es für wichtig, mit der Schule auch die Nachmittagsbetreuung im Ort zu lassen.“ Dafür ist neben einer positiven Grundsatzentscheidung des Schulverbandes die Anerkennung der Förderfähigkeit des notwendigen Anbaus durch den Freistaat Bayern nötig. An der Gemeinde, so Bürgermeister Schraud, werde eine solche Lösung nicht scheitern, wenn sie unter dem Dach der Schule stattfinde, sei die Gemeinde zum Anbau bereit.

Auch für die beiden weiteren Forderungen der engagierten Eltern, das Betreuungsangebot auf die sogenannten Randzeiten (morgens und freitags) und die Schulferien auszuweiten, zeigte Halbleib großes Verständnis. „Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Halbleib, „muss die Staatsregierung noch deutlich nachbessern.“