50-Millionen-Projekt: Startschuss für die Sanierung des Chemiezentrums an der Universität Würzburg

Baustelle am Hubland

06. Mai 2020

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2020 den Startschuss für ein Großprojekt auf dem Hubland-Campus der Julius-Maximiliansuniversität Würzburg gegeben. Für 51 Millionen Euro soll der Zentralbau der Chemie in drei Bauabschnitten erneuert und saniert werden.

In einem ersten Schritt hat der Landtag 3,6 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt freigegeben. Damit soll das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1971 abgebrochen und der Neubau des Praktikumsgebäude erfolgen. Für den Würzburger SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib ist das Projekt „ein wichtiger und überfälliger Schritt für die Ertüchtigung diesen naturwissenschaftlichen Universitätsbereich mit großer Bedeutung für den Standort Würzburg.“ Nach über 50 Jahren sei eine bauliche Verbesserung dringend erforderlich gewesen, so der Haushalts- und Wissenschaftspolitiker.

Volkmar Halbleib: „Das 50-Millionen-Projekt ist ein wichtiger und überfälliger Schritt für die Ertüchtigung der Naturwissenschaften.“

Die Sanierung des Chemiezentrums der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wird in drei Bauabschnitten erfolgen. Neben dem heute beschlossenen Teilprojekt soll als nächster Schritt der dann leerstehende Südteil des Zentralgebäudes Chemie am Hubland eines weiteren Neubaubereichs abgebrochen werden. Im dritten Bauabschnitt schließlich soll der Nordteil des Zentralbaus saniert werden. Damit kann man dort weitere Flächen für Praktika, die Lehre sowie die zentralen Einrichtungen der Chemie-Fakultät schaffen: Hörsäle, Seminarräume, Bibliothek, Werkstätten, zentrale Chemikalienausgabe, zentrale Analytik sowie Räume für den technischen Betrieb.

Halbleib begrüßt, dass bei dem Bauprojekt auch moderne energetische Standards berücksichtigt werden. So werden die Anforderungen der Energieeinsparvorgaben durch Fernwärmenutzung um 100 Prozent überschritten, das Gebäude bekommt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und an der Südfassade ist eine Photovoltaik-Anlage geplant. Gegenüber herkömmlichen Bauweisen kann man damit rund 480 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

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