Bahnhaltepunkt Heidingsfeld ist das nächste Ziel

26. April 2019

Weitere Bahnhaltepunkte an der Strecke Würzburg-Lauda zu reaktivieren beziehungsweise neu einzurichten, zusätzliche Bedarfshaltestellen zu etablieren und den seit kurzem gültigen Taktverkehr weiter zu verbessern: Bei diesen Zielen wird der Kommunale Arbeitskreis (KAK) der Frankenbahn Kursbuchstrecke 780 von der SPD in Stadt und Landkreis Würzburg aktiv unterstützt.

Dies war das Ergebnis eines Gesprächs der treibenden Kräfte des KAK – Heinz Ehrhardt (Geroldshausen/Moos) und die Altbürgermeister Anton Holzapfel (Kirchheim) sowie Karl Hügelschäffer (Reichenberg) - mit SPD-Vertretern aus Stadt und Landkreis Würzburg, darunter SPD-Landtagabgeordneter Volkmar Halbleib und der SPD-Fraktionsvorsitzende in Würzburg, Alexander Kolbow.

Für Halbleib reiht sich die Verbesserung der Bahnstrecke zwischen Würzburg und Lauda ein in die notwendige Stärkung regionaler Bahnprojekte, von der Steigerwald- sowie der Mainschleifenbahn über den barrierefreien Ausbau beispielsweise in Rottendorf oder Ochsenfurt bis hin zum vielerorts notwendigen, verstärkten Lärmschutz und der Aktivierung sowie den Neubau von Bahnhaltepunkten in der Region.

Bild Gespräch Bahn Lauda
Tauschten sich über das gemeinsame Ziel aus, die Bahnstrecke Würzburg-Lauda zu verbessern, Mitglieder der SPD in Stadt und Landkreis Würzburg und der kommunale Arbeitskreis der Frankenbahn Kursbuchstrecke 780 (von links): Dietmar Tille (Stadt Würzburg), Heinz Ehrhardt, Karl Hügelschäffer, Anton Holzapfel, Stadträtin Jutta Henzler, Volkmar Halbleib und Alexander Kolbow. Foto: Traudl Baumeister

Derzeit ist das größte Bestreben der ehrenamtlich arbeitenden Initiatoren des Arbeitskreises KAK die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes Heidingsfeld. Leider, so berichteten sie den Sozialdemokraten, werde sich das Projekt weiter verzögern. Die Deutsche Bahn AG wolle erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit den zuvor erforderlichen Planungen beginnen. Hintergrund sei die notwendige Klärung der Bahnsteighöhe im Zusammenhang mit der schwierigen topografischen Lage am Herieden. Jetzt müsse Druck auf eine rasche Realisierung gemacht werden, waren sich die Gesprächspartner einig. Ein weiteres großes Ziel des Arbeitskreises ist vor allem zusätzlicher Taktverkehr in den Abendstunden. An Werktagen nach 21 Uhr und am Sonntag nach 20 Uhr kommt derzeit kein Zug mehr!

Spätestens, wenn die Nachverkehrszüge erstmals wieder in Heidingsfeld halten, voraussichtlich im Jahr 2021, hoffen alle Beteiligten auf eine Verbesserung des Stundenstaktes am neuen Bahnhaltepunkt. Als gemeinsames Ziel von SPD und Arbeitskreis wurde die Optimierung der Bus- und Straßenbahnanbindung am Bahnhaltepunkt Heidingsfeld festgelegt.

Mittelfristig streben SPD in Stadt und Land Würzburg sowie der Arbeitskreis zur weiteren Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und den notwendigen Umstieg vom Auto auf die Schiene an, Haltepunkte in Geroldshausen, Geroldshausen-Moos, Reichenberg-Lindflur und Wittighausen voranzutreiben beziehungsweise neu zu schaffen. Hierfür sind allerdings zuvor noch Planungsaufgaben erforderlich wie Machbarkeitsstudien und das Klären der konkreten Standorte.

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