Landesamt für Denkmalpflege bestätigt nationale Bedeutung der St. Johanniskirche

10. Dezember 2019

Die Bemühungen aller beteiligten Akteure scheinen sich ausgezahlt zu haben. Innerhalb kürzester Zeit prüfte das Landesamt für Denkmalpflege den Antrag der Pfarrgemeinde und stellte die nationale Bedeutung der Johanniskirche fest.

Mitglied des Landesdenkmalrates Volkmar Halbleib (SPD) freut sich über die schnelle Entscheidung: „Die erfolgreiche Prüfung der nationalen Bedeutung der Johanniskirche ist nicht nur ein wichtiger Schritt, um die Turmsanierung voran zu bringen. Es ist vor allem die Würdigung eines Denkmals, welches an die schrecklichen Zeiten des 2. Weltkrieges erinnert. Jetzt geht es darum sich weiter zu engagieren, damit dieses deutschlandweit besondere Denkmal rasch saniert werden kann.“ Geschätzt werden die Kosten der Sanierung auf etwa 2 Millionen Euro.

St. Johannis
Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib (2. Von links) freut sich mit dem Kirchenvorstand über die erfolgreiche Prüfung der nationalen Bedeutung der St. Johanniskirche (Foto: Erhan Erdogan)

Der Durchbruch wurde bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Johanniskirche, des Kirchengemeindeamts Würzburg, der Stadt Würzburg mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib erreicht. In einem an Halbleib adressierten Brief bestätigte Generalkonservator Prof. Dip.-Ing. Pfeil die nationale Bedeutung der St. Johanniskirche. „Die St. Johanniskirche gehört zu den bedeutendsten evangelischen Bauten der deutschen Nachkriegszeit. […] Das Objekt prägt das kulturelle Erbe der Bundesrepublik Deutschland mit. Die Kriterien für Fördergelder, die eine „nationale Bedeutung voraussetzen, sind somit erfüllt.“ Die Feststellung der nationalen Bedeutung ist Voraussetzung für eine Förderung durch den Bund. Halbleib hat sich mittlerweile über den Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel an die zuständige Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters gewandt.

Grütters wies in ihrem Antwortschreiben darauf hin, dass die Gelder des Denkmalschutz-Sonderprogramms aufgebraucht seien und es nun auf die kommenden Haushaltsberatungen ankommt. Halbleib fordert jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung im Bund und Land, um die erforderlichen Fördermittel aufzubringen und will dazu auch eine parteiübergreifende Initiative der regionalen Bundes- und Landtagsabgeordneten koordinieren.

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