Vertriebenenempfang: SPD-Landtagsfraktion ehrt Engagement für die Aussöhnung

21. Juni 2026

Es war eine ganz besondere Premiere: Der Sudetendeutsche Tag hat in diesem Jahr erstmals in Brünn stattgefunden – also auf tschechischem Boden. Dieses bedeutende Zeichen der Versöhnung stand nun auch im Mittelpunkt des traditionellen Vertriebenenempfangs der SPD-Landtagsfraktion, bei dem ich als Gast dabei sein durfte. Denn dass ein solches historisches Treffen möglich wurde, haben maßgeblich die Initiative „Meeting Brno“, die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rats Christa Naaß und der Bundessprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. Bernd Posselt ermöglicht.

Sie wurden dafür im Plenarsaal des Bayerischen Landtags mit dem Wenzel-Jaksch-Preis der Seliger-Gemeinde ausgezeichnet. Für ihre bedeutenden Beiträge zur Aussöhnung mit unserem östlichen Nachbarn erhielten zudem die Autorin und Moderatorin Caro Matzko, die Landesvorsitzende der Karpatendeutschen Landsmannschaft Ruthenien im Bund der Vertriebenen in Bayern Nadja Atzberger sowie die Landesvorsitzende der Landsmannschaft Donauschwaben – Landesverband Bayern Stephanie Schmidmair den Brückenbauer-Preis der SPD-Landtagsfraktion. Matzko hat mit ihrem Buch „Alte Wut“ vielen Menschen eine Sprache für Erfahrungen aus Flucht und Vertreibung gegeben. Atzberger und Schmidmair stehen für eine junge Generation, die Verantwortung beim heiklen Thema Flucht und Vertreibung übernimmt.

„Alle, die wir heute ehren, verbindet ein gemeinsamer Gedanke: Versöhnung wächst nicht aus dem Vergessen, sondern aus der Erinnerung. Frieden entsteht dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören, aufeinander zuzugehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen", betonte ich in meiner Funktion als vertriebenenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Christian Knauer, Landesvorsitzender des Bunds der Vertriebenen, erklärte: „Wenn man aus der Vergangenheit für eine gute Zukunft lernen will, ist es wichtig, nichts wegzulassen und nicht zu schweigen.“ Beim jährlichen Empfang der SPD-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler steht die Erinnerung an Leid und Leistungen der Heimatvertriebenen ebenso im Mittelpunkt wie die Menschen, die sich aktiv für Versöhnung einsetzen. Dabei wird auch stets der aktuellen Flüchtlingssituation weltweit gedacht. Die Laudatio für den Wenzel-Jaksch-Preis hielt in diesem Jahr der frühere Vizepräsident des Europäischen Parlaments Libor Rouček. Die Laudationes für den Brückenbauer-Preis hielt ich als vertriebenenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion sowie die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Katja Weitzel.

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