Verzögerungen beim Bau der Bahnhaltepunkte in Heidingsfeld

27. September 2019

Erst 2022 wird der neu Bahnhaltepunkt Heidingsfeld Ost und 2026 der Bahnhaltepunkt Heidingsfeld West in Betrieb gehen. Das hat eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib ergeben, der die Gründe für die langen Verzögerungen wissen wollte.

Nach Angaben der bayerischen Staatsregierung wird sich der Eröffnungstermin des Haltepunkts Heidingsfeld Ost wegen planerischem und baulichem Mehraufwand beim Lärmschutz, bei der Oberleitung und bei den Gleisen um zwei Jahre verschieben.

Auch die Planungen für den Haltepunkt Heidingsfeld West sind bisher noch nicht vorangekommen. Ursächlich hierfür sind unterschiedliche Vereinbarungen über die Bahnsteighöhe. In einer Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der DB sind 55 Zentimeter festgelegt, mittlerweile wollen Bund und DB allerdings auf 76 Zentimeter erhöhen. Immerhin hat sich der Freistaat Bayern dazu bereit erklärt auch dem Bau von 76 Zentimetern hohen Bahnsteigen zuzustimmen, wenn gewährleistet wird, dass auch weiterhin alle SPNV-Halte bedient werden können. Eine Entscheidung, die der SPD-Politiker Halbleib für längst überfällig hält: „Es ist mir unverständlich, dass die Planung wegen gerade einmal 20 Zentimeter Unterschied so lange gestoppt worden ist.“

Für Halbleib ist die Antwort der Staatsregierung insgesamt mehr als enttäuschend. „Leider drängt sich der Eindruck auf, dass die Bahnhaltepunkte in Heidingsfeld vom Freistaat Bayern nicht mit der notwendigen Konsequenz vorangetrieben werden“, so der Würzburger Abgeordnete. „Nach vier Jahren Planung müsste man deutlich weiter sein und manches hört sich einfach nach Ausrede an.“

Halbleib fordert die bayrische Staatsregierung und die Bayerische Eisenbahngesellschaft, endlich die beiden Bahnhaltepunkte entschieden zu unterstützen und alle Beschleunigungsmöglichkeiten zu nutzen.

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